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APA-Geschäftsbericht 2018

Die Unternehmensgruppe rund um die APA erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 76,35 Mio. Euro und setzte die umfassende Innovationsoffensive fort. Alle Zahlen und Fakten zur Österreichischen Nachrichtenagentur finden sich im Digitalen APA-Geschäftsbericht

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Aussendungen der APA-Gruppe
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04.05.2021

Genossenschaften können für die Plattformökonomie als Beispiel dienen

Wien (OTS) - Verschafft meist mittelständischen Genossenschaftern gemeinsam eine gewisse Größe - Gewinne bleiben bei Nutzerinnen und Nutzern – Auch für junge Menschen attraktiv - Modell für Sharing-Ökonomie Genossenschaft - das klingt zwar verstaubt, ist aber in Wahrheit eine Blaupause für die Plattformökonomie der digitalen Zeit. Denn die Genossenschaft ermöglicht ihren meist mittelständischen Mitgliedern gemeinsam eine konkurrenzfähige Größe. Dabei geht es um Kooperation, um mit dem derzeit nötigen rasanten Tempo gemeinsam Dienstleistungen zu entwickeln, die für jeden einzelnen Genossenschafter zu aufwendig und riskant wären, so APA-Geschäftsführer Clemens Pig am Montagabend beim APA-Talk zum Thema „Zukunft Genossenschaft“ anlässlich des 75-jährigen Bestehens der APA – Austria Presse Agentur. Durch die Podiumsdiskussion führte Rainer Nowak, Chefredakteur der „Presse“. "Wenn es die gewinnorientierte Genossenschaft noch nicht gäbe, müsste man sie erfinden", meinte Pig und erhielt volle Unterstützung von Theresia Theurl, Direktorin des Instituts für Genossenschaftswesen der Universität Münster. "Bist du nicht groß, musst du schlau sein", ergänzte Theurl. Genossenschaften bieten ihren Mitgliedern demnach die Möglichkeit eigenständig zu bleiben, die Kontrolle zu behalten und doch gemeinsam mit großer Geschwindigkeit neue Lösungen zu finden. "Wir können über Genossenschaften Größe generieren, ohne die Nachteile der Größe zu erleiden", sagt Theurl. Aus Theurls Sicht ist die größte Stärke der Genossenschaft, dass Eigentümer zugleich Nutzer der Dienstleistungen sind. Daher gehe es um "Member Value", also Werte für die Mitglieder, die sich in der Unternehmensleistung messen, statt um "Shareholder Value" - also Geldausschüttungen für Investoren. Damit gehe es um langfristiges und nachhaltiges Wirtschaften und die Gewinne blieben bei den Nutzern statt bei Geldgebern. Genossenschaftlich organisierte Plattformen könnten als "Alternativmodell zu den bescholtenen globalen Plattformen, die den Markt ganz auf sich konzentriert haben", dienen. "Junge Menschen, die stehen auf so was", zeigte sich Theurl überzeugt, dass die Eigenschaften von Genossenschaften gerade jetzt gefragt sind. "Junge Menschen denken in Communities, in Projekten, sie schwärmen von der Schwarmintelligenz und vertreten Sharing-Modelle.“ Insbesondere die Aspekte Transparenz und Selbstbestimmung seien sehr attraktiv für junge Menschen. In Summe seien Genossenschaften "eine ideale, eine überlegte Lösung für die Herausforderungen unserer Zeit" - nicht nur für Banken und die Landwirtschaft, sondern für die Digitalökonomie insgesamt, so die Professorin. Auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) verwies in der Diskussion darauf, dass die Genossenschaften gerade dabei seien, sich in der Digitalökonomie neu zu erfinden. Die Weiterentwicklung der Genossenschaft sei vielen nicht bewusst, weil es sich meist "nicht um solche Reißer handelt, dass sie auf Seite eins medial aufschlagen", so die Ministerin. Dem stimmte auch Franz Reischl, Präsident des Österreichischen Genossenschaftsverbandes, zu: "Wir leiden unter dieser historischen Begrifflichkeit, auch wenn viele unserer Genossenschaften schon in der digitalen Wirklichkeit angekommen sind". Aber Genossenschaften zeichne "eine sympathische Zurückhaltung" aus, da ja die Mitglieder im Rampenlicht stehen sollten. Daher brauche es ein "Rebranding", meinte Pig, aber man sollte sich nicht nur am Namen aufhängen. "Vielleicht gelingt es uns, einen so klaren Konnex herzustellen, warum Genossenschaft gerade in der Digitalisierung so sexy ist, dass die Genossenschaft wieder zur Kultmarke wird und wir bei dem Begriff bleiben können". In die gleiche Kerbe schlug Theurl. An ihrem Institut habe man lange über einen alternativen Begriff nachgedacht, aber keiner habe die Breite und Vielfalt einer Genossenschaft abdecken können. Daher sei sie dazu übergegangen, ihren Studierenden besonders erfolgreiche Unternehmen vorzustellen - und sie dann draufkommen zu lassen, dass es sich um eine Genossenschaft handelt. Das habe zu Begeisterung geführt. "Die Gründungsidee von Genossenschaften ist rund 150 Jahre alt, aber sie scheint mir moderner und zukunftsfähiger denn je", fasste Clemens Pig zusammen. Würde die APA heute neu gegründet, dann sicher wieder als Genossenschaft, allenfalls mit einem noch breiteren Auftrag, ist sich Pig sicher. Servicehinweis: Bilder zur Veranstaltung: [APA-Fotogalerie] (https://www.apa-fotoservice.at/galerie/25051) Video-Aufzeichnung des Events: [https://apa.at/jubilaeum/apa-talk-zukunft-genossenschaft/] (https://apa.at/jubilaeum/apa-talk-zukunft-genossenschaft/) Die APA - Austria Presse Agentur feiert ihr 75-jähriges Bestehen als unabhängige genossenschaftliche Nachrichtenagentur im Eigentum österreichischer Medien. [Informationen, Videos und Programmpunkte] (https://apa.at/75-jahre/) ...

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29.04.2021

Andreas Mauczka wird Chief Digital Officer der APA-Gruppe

Wien (OTS) - Österreichische Nachrichtenagentur schafft organisatorischen Rahmen für Umsetzung der neuen Digitalstrategie: Daten, Plattformen, Artificial Intelligence, Automatisierung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse im Zentrum der Maßnahmen Andreas Mauczka (39) besetzt ab September 2021 die neu geschaffene Funktion des Chief Digital Officers der APA-Gruppe. Die Austria Presse Agentur hat im aktuellen Jubiläumsjahr (#APA75) ihre neue Digitalstrategie mit den Schwerpunkten Digital Workplace, Digital Platforms und Digital Business vorgestellt. Andreas Mauczka wird zukünftig die gruppenübergreifenden Digitalthemen der APA verantworten und gezielt in das Unternehmen bringen. Im Zentrum der Digitalisierungsmaßnahmen der APA stehen die Daten- und Plattform-Strategie, der Einsatz von künstlicher Intelligenz, Automatisierung in den Produktions- und die weitere Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Andreas Mauczka arbeitete bisher in unterschiedlichen leitenden Funktionen im IT-Bereich, unter anderem auch von 2016 bis 2019 in der APA-IT als Senior Projektleiter und Abteilungsleiter für Mobile Applications. Er absolvierte 2016 an der Technischen Universität Wien das Doktorat Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mit dem Dissertationsgebiet Business Informatics. Aktuell leitet Mauczka auf selbstständiger Basis die technische Entwicklung eines Prototypen für ein österreichisches Medien-Login im Auftrag der APA-Genossenschaft. „Mit Andreas haben wir den perfekten Chief Digital Officer für die APA gewonnen“, freuen sich Clemens Pig, geschäftsführender Vorstand, und Karin Thiller, Geschäftsführerin. Man habe nun „den passenden organisatorischen Rahmen für die nachhaltige Umsetzung der neuen APA-Digitalstrategie geschaffen. Ziel ist die laufende moderne Interpretation unseres genossenschaftlichen Grundauftrages und die Weiterentwicklung der APA als führender Nachrichten-, Informations- und Technologieprovider“, so die APA-Geschäftsführung. Die APA-Gruppe Die APA – Austria Presse Agentur setzt sich aus der genossenschaftlich organisierten Nachrichtenagentur und nationalen und internationalen Tochterunternehmen zusammen. Sie befindet sich im Eigentum österreichischer Tageszeitungen und des ORF und bietet hochwertige inhaltliche wie technologische Lösungen für den Redaktions- und Medienbetrieb sowie die Kommunikationsbranche. Die Redaktion versorgt weite Teile der österreichischen Medienlandschaft rund um die Uhr mit aktuellen Nachrichten in Texten, Bildern, Grafiken, Audio- und Videoformaten. Die Berichterstattung der APA dient Medien als zuverlässige, unabhängige, schnelle und faktenbasierte Quelle. Die APA - Austria Presse Agentur feiert ihr 75-jähriges Bestehen als unabhängige genossenschaftliche Nachrichtenagentur im Eigentum österreichischer Medien. [Informationen, Videos und Programmpunkte] (http://www.apa.at/75-jahre) ...

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27.04.2021

Detektivarbeit und Wissenschaft: Wie entsteht ein APA-Faktencheck?

Wien (OTS) - Nein, in Asterix-Heften wurde nicht vor 40 Jahren das Coronavirus vorhergesagt. Auf Corona-Teststäbchen leben auch keine Parasiten. Wer sich durchs Internet bewegt, ist mit ziemlicher Sicherheit schon auf Fake News gestoßen. Wie irreführende Behauptungen in der APA genau überprüft werden, welche Informationen überhaupt gecheckt werden (können) und wie sich die tägliche Praxis zwischen Falschbehauptungen, Deep Fakes und wissenschaftlicher Überprüfung gestaltet – das berichtete Florian Schmidt, Leiter des APA-Faktencheck-Teams, heute, Dienstagvormittag im Digitalevent „APA-News-Insight“. Der Vorwurf „Fake News“ und der Ruf nach Faktenchecks in den Medien ertönt in den letzten Jahren oft und laut. Wie wählt das APA-Team also aus, was tatsächlich als „APA-Faktencheck“ veröffentlicht werden soll? „Dafür gibt es fixe und transparente Kriterien“, wie Florian Schmidt erklärte: „Entscheidend ist eine gewisse Reichweite, also hat eine Äußerung überhaupt Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung – ansonsten würden wir womöglich erst durch den Faktencheck Aufmerksamkeit generieren. Und vor allem muss es sich um eine überprüfbare Behauptung handeln – persönliche Meinungen fallen hier etwa nicht darunter.“ Strenge Kriterien wie Unparteilichkeit und Transparenz gebe auch das International Fact-Checking Network vor, von dem die APA kürzlich zertifiziert wurde. Zwtl.: Alltag zwischen Social Media und Studien Wie sieht nun ein typischer Tag eines Faktencheck-Teams aus? Viel Zeit werde fürs Monitoring von Social Media aufgewendet. Nach einer Entscheidung, welche fragwürdigen Behauptungen gecheckt werden sollen, beginnt die eigentliche Überprüfungsarbeit. Diese bestehe oft aus klassischer Recherche in Archiven, wissenschaftlichen Texten und Studien sowie dem Befragen von ExpertInnen - optimalerweise aus mehreren Quellen. Oft seien aber auch Tools wie Landkartendienste und vor allem Bildersuchen essenziell – wobei alle in der APA genutzten Dienste und Daten frei zugänglich seien. So könne etwa überprüft werden, ob Fotos und Videos vom behaupteten Ort stammen, ob sie aktuell sind oder schon lange kursieren. Das Ergebnis eines Faktenchecks, der von wenigen Stunden bis zu mehreren Wochen Arbeit bedeuten kann, ist schließlich ein Bericht, der als „Wegweiser für Interessierte“ dienen soll, sich selbst ein Bild zu machen, betonte der APA-Verification Officer. Er enthält ausführliche Erklärungen sowie sämtliche Quellen und Links, auf die sich die Einschätzung der Redaktion stützt. Sämtliche APA-Faktenchecks werden seit Gründung der Abteilung Anfang 2020 auf [Faktencheck | APA - Austria Presse Agentur] (https://apa.at/faktencheck/ueberblick/) und auf Twitter kostenlos veröffentlicht. Im Rahmen einer Kooperation mit der dpa – Deutsche Presse-Agentur überprüft die APA als nationaler Partner auch Postings im Auftrag von Facebook, welche dann im Feed für die User entsprechend gekennzeichnet werden – jedoch nicht gelöscht oder zensuriert. Zwtl.: Delfine und Emotionen „Es ist ein bisschen wie Detektivarbeit, es gibt kein Schema für alle Falschmeldungen. Wir suchen jedes Mal nach Hinweisen, die eine Überprüfung möglich machen. Durch Anhaltspunkte wie unter anderem ein markantes Gebäude und Recherchen in italienischen Medien konnten wir etwa aufdecken, dass ein Video, das angeblich Delfine in Triest während des ersten Lockdowns zeigt, in Wirklichkeit aus dem viel südlicheren Cagliari stammte,“ berichtete Schmidt von einem konkreten Fall. (Hier nachzulesen: [Faktencheck | Kehren die Delfine in den Hafen von Triest zurück? (apa.at)] (https://www.ots.at/redirect/apa_faktencheck)). Ein Wermutstropfen für die FaktenprüferInnen: Die Checks fänden generell deutlich weniger Verbreitung als die ursprüngliche Behauptung, so Schmidt: „Die Falschmeldung löst mit schier unglaublichen Fakten Emotionen aus – die Überprüfung bringt dann meistens alles auf die Ebene der nüchternen Realität zurück.“ Servicehinweis: Video-Aufzeichnung des Events „Fakt oder Fake: Transparenz mit dem APA-Faktencheck“ (verfügbar ab Mittwoch, 28. April): [https://apa.at/jubilaeum/news-insight-faktencheck/] (https://apa.at/?post_type=jubilaum&p=190038&preview=true) Die APA - Austria Presse Agentur feiert ihr 75-jähriges Bestehen als unabhängige genossenschaftliche Nachrichtenagentur im Eigentum österreichischer Medien. [Informationen, Videos und Programmpunkte] (https://apa.at/75-jahre/) ...

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26.04.2021

Korrigierte Neufassung der OTS0088 vom 23.4.2021: Künstliche Intelligenz: „Journalisten müssen sich nicht sorgen"

Wien (OTS) - KORREKTUR im vorletzten Absatz: Innovations- und Technologieministerium (BMK) (NICHT: Digitalisierungsministerium) JournalistInnen und Medienhäuser müssen sich nicht vor Künstlicher Intelligenz (KI) fürchten, dürfen deren Entwicklung aber auch nicht verschlafen. Zu dieser Einschätzung gelangten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer von der APA durchgeführten Online-Podiumsdiskussion am Donnerstagabend, die sich mit dem Verhältnis von Journalismus zu Anwendungen auf Basis maschinellen Lernens beschäftigte. Durch den digitalen Talk führte Katharina Schell, Mitglied der APA-Chefredaktion. Automatisierung und Unterstützung durch Maschinen seien im Journalismus nicht neu, schickte Wiebke Loosen, Senior Researcher für Journalismusforschung am Leibniz-Institut für Medienforschung, voraus. „Journalismus ist ein medientechnologisch getriebenes Phänomen, dessen Arbeitsprozesse sich stets verändern“, meinte sie. Ob durch eine stärkere Implementierung von KI journalistische Arbeitsplätze wegzufallen drohen oder JournalistInnen lediglich von Routineaufgaben befreit werden, um mehr Zeit für Recherche oder Texterstellung zu haben, liege in der Hand von Medienhäusern. „Es kommt immer auf deren Strategie an“, so Loosen. Auch Jochen Leidner, Professor für Künstliche Intelligenz an der Hochschule Coburg, sieht die Möglichkeit gegeben, dass der breite Einsatz von KI Arbeitsplätze vernichten könnte – etwa bei Lastwagenfahrern. Unbegründet sei dagegen die Angst davor, dass Maschinen die Macht an sich reißen. Eine gewisse „Mystifizierung“ der KI trage zu dieser Sorge in der Bevölkerung bei, wobei viel Unwissenheit herrsche – etwa darüber, dass gewisse Nachrichten bereits automatisiert erstellt werden. „Journalisten müssen sich keine Sorgen machen“, meinte Leidner. Bei KI handle es sich um ein „duales Gut, das für gute und böse Zwecke eingesetzt werden kann“. Problematisch sei, dass manche Gruppen von Autoren stark investieren, um KI-gestützte Falschnachrichten in großer Zahl zu verbreiten. „Diese Gefahr für die Demokratie muss mit allen Mitteln bekämpft werden“, so Leidner. Der Problematik könne man nach Ansicht des KI-Experten am besten im Verbund von Mensch mit Maschinenunterstützung begegnen. Wer das allerdings finanziell stemmen soll, sei offen. Die Europäische Kommission versucht indes, die Entwicklung von KI in Europa zu fördern, indem sie in den nächsten Jahren rund eine Milliarde Euro in Forschung zu diesem Gebiet investiert, erklärte Nikolaus Forgó, Professor für Technologie- und Immaterialgüterrecht an der Universität Wien. Zugleich strebt sie mit einem am Mittwoch vorgestellten Verordnungsvorschlag eine weltweit einzigartige Regulierung an. Dabei werden KI-Anwendungen in einem Stufenmodell auf ihre Gefährlichkeit eingeschätzt. Die Abgrenzung sei jedoch schwierig und die Definition von KI extrem breit, bemängelte Forgo. „Profitieren werden Juristen, weil man trefflich darüber streiten kann, ob es sich um eine KI handelt, und wenn ja, in welche Stufe sie gehört“, so der Jurist. Dass Journalistinnen und Journalisten künftig rechtlich stärker in ihrer Arbeit eingeschränkt werden könnten, erachtete Forgo als plausibel. Generell sei seit mehreren Jahren der Trend erkennbar, Medien verstärkt auch für fremde Inhalte zur Verantwortung zu ziehen. Um den komplexen Materien im digitalen Raum und deren Entwicklungen begegnen zu können, plädierte der Jurist dafür, „viel mehr als bisher arbeitsteilig zu arbeiten“. Das sah auch Leidner so, der eine Bewegung hin zu gruppenbasiertem Journalismus, der auch mit Algorithmen arbeitet, erkannte. Dringend erforderlich sei laut dem KI-Experten, an der Spracherkennung von Anwendungen auf Basis maschinellen Lernens zu arbeiten, um etwa auch österreichische Dialekte bzw. Sprachvarietäten erkennen zu können. „Andernfalls werden Leute oder ganze Länder ausgegrenzt“, gab Leidner zu bedenken. Loosen erachtete es wiederum als zentral, klar auszuweisen, wer was auf welcher Grundlage produziert. „Es gibt keine neutralen Daten. Sie sind immer unter bestimmten Bedingungen erhoben worden und entstanden“, sagte sie. Dabei warnte sie vor „Daten-PR“: der speziellen Aufbereitung von Daten, die JournalistInnen zu deren Nutzung animieren soll. Wichtig sei, das Zusammenspiel von Mensch und Maschine genau zu beobachten. Auch müsse den Redaktionen die Macht bleiben, darüber zu entscheiden, was sie einsetzen und was sie lieber bleiben lassen, so Loosen. Gleichzeitig sei es essenziell, nicht nur über die Implementierung von KI zu reden, sondern auch darauf zu achten, dass Journalisten und Journalistinnen dieses Thema kritisch behandeln können. „Das ist eine per se wichtige journalistische Aufgabe, dich auch ohne KI-Unterstützung vollzogen werden kann“, sagte die Forscherin. Dass Journalismus immer stärker von Maschinen unterstützt wird, stellt für den Großteil des Publikums der Online-Diskussion kein Problem dar. 74 Prozent erachteten diesen Umstand bei einer kleinen – nicht repräsentativen – Umfrage als „spannend“. 21 Prozent sahen diesen als „bedenklich“ an. Dass nur so die Medienbranche gerettet werden könne, fanden lediglich drei Prozent zutreffend. Nähere Erkenntnisse soll ein vom Innovations- und Technologieministerium (BMK) gefördertes Projekt namens AI.AT.Media* liefern. Die APA arbeitet dabei mit der Joanneum Research Forschungsgesellschaft zusammen, um Potenziale und Problemstellungen von KI für den Medienbereich zu ergründen. Die Ergebnisse sollen in den nächsten Monaten vorliegen. *Das Projekt AI.AT.Media wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) im Programm „IKT der Zukunft“ gefördert. Die Abwicklung des Programms liegt bei der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Die Studie wird von der APA – Austria Presse Agentur gemeinsam mit der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft durchführt. Service: [Zur Video-Aufzeichnung des Online-Events „Code of Conduct und Zukunft des digitalen Journalismus] (https://apa.at/jubilaeum/podiumsdiskussion-code-of-conduct/)“ Die APA - Austria Presse Agentur feiert ihr 75-jähriges Bestehen als unabhängige genossenschaftliche Nachrichtenagentur im Eigentum österreichischer Medien. [Informationen, Videos und Programmpunkte] (https://www.apa.at/75-jahre) ...